Am 11. Februar 2017 ist unerwartet Frank Sempert gestorben. Sein klarer Blick auf die Dinge wird uns gerade im digitalen Wandel fühlbar fehlen, mehr als wir jetzt ahnen. Er war einer der wenigen Menschen, in dem sich lange Erfahrung mit einer wahrhaft jungen, beweglichen Intelligenz vertrug. Das macht den plötzlichen Abschied für openBIT umso schwerer.

890x1Frank Sempert war ein Netzwerker, bevor es den Begriff überhaupt gab. Er kannte jeden Kopf, wusste, so schien es uns, alles und, was noch mehr ist, war in der Lage, es zu verbinden, dort Pfade auszumachen, wo andere nur Gestrüpp sehen. Was er dachte, das sprach er aus. Die Hochachtung, mit der man ihm allseits begegnete, hat er in Fälle verdient. Frank Sempert war unbestritten einer der schärfsten Analysten, unter anderem maßgeblich für Gartner, zuletzt als Vorstand der 7BusinessConsulting AG, war selbst mehrfach Unternehmensgründer, stets mitten im Fahrtwind des Zeitenwandels, war Buchautor und ein gefragter, oft auch gefährlicher Redner, war Organisator, Juror, ein praktischer Enabler erster Güte, auch als Vorstand bei openBIT (vormals Open Source Business Foundation). Hier hat er die Verbandsaktivitäten des Vereins entwickelt und durch seine vielfältigen industriellen und politischen Kontakte engagiert vorangetrieben. Er hat dabei sehr wertvolle Arbeit bei der Entwicklung von geschäftlichen Anwendungen für Open-Source-Software in Deutschland und international, aber auch für die Mitglieder des Vereins geleistet. Wir alle, die mit ihm über Jahre hinweg eng zusammenarbeiteten, haben ihn ob seiner freundlichen und offen Art sehr geschätzt. Wir sind sehr erschüttert über seinen plötzlichen Tod.


Ein Kondolenzbuch für Frank Sempert hat die Familie online.