Über das Projekt E|Home-Center des Bayerischen Technologiezentrums für privates Wohnen begrüssen wir herzlich den Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als neues Mitglied. Im Bereich Intelligente Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living, kurz AAL) fehlt es derzeit oft noch an tragfähigen Geschäftsmodellen. An dieser Stelle kommt Open Source als eine mögliche Basis für neue Modelle zum Zug.

Das E|Home-Center ist eine interdisziplinäre Forschungsgruppe mit dem Ziel, Lösungen für ressourcenschonendes, nachhaltiges und intelligentes Wohnen unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Trends zu schaffen. Das E|Home-Center leistet damit einen Beitrag zur Energiewende und dem demographischen Wandel.

Durch die enge Zusammenarbeit von Sozialwissenschaftlern und Ingenieuren wird sichergestellt, dass die entwickelten Lösungen, Produkte und Dienstleistungen von den Bewohnern akzeptiert und benutzt werden. Die technische Forschung gliedert sich dabei in die folgenden Themenfelder:

  • Integration der Einzelkomponenten, Schnittstellen und Standards
  • Energiemanagement (Energieerzeugung, -speicherung, -verteilung und -nutzung)
  • Komfort und Sicherheit (Life Science, Ambient Assisted Living)
  • Infotainment (Unterhaltung, Information und Kommunikation)

Die bisher existierenden Insellösungen kommen z.B. aus dem Energiebereich, aus dem Gesundheitsbereich oder der Zugangskontrolle. Für sich alleine bieten sie jedoch aus Nutzersicht noch keinen ausreichenden Mehrwert, der eine Anschaffung rechtfertigt – es hat sich noch kein funktionierender Markt eingestellt.

Zum einen müssen die Insellösungen interoperabel werden und dabei über eine einzige, nutzerzentriert entwickelte Oberfläche bedienbar sein. Zum anderen müssen externe Dienstleister wie z.B. Ärzte, Angehörige, Pflegedienste oder Energieversorger sich zur Wohnungszentrale verbinden können.

Denkbar ist dabei eine Internetanwendung in Form einer Business-Plattform (BP). Gerade für eine solche BP fehlt allerdings noch ein passendes Geschäftsmodell, das sowohl für die Hersteller der Insellösungen, als auch für die externen Dienstleister und die BP-Entwickler attraktiv ist.

Ansprechpartner für das Projekt und den Lehrstuhl ist Jochen Bauer.

faps.de: /neuigkeiten/faps-tritt-der-open-source-business-foundation-bei