Open Hardware

Das Open Source Prinzip geht längst weit über reine Software hinaus. Neben Open Content, Open Courseware oder Open Data ist vor allem Open Hardware ein schnell an Bedeutung gewinnender Bereich.

Besonders spannend und mittlerweile gut bekannt sind in diesem Umfeld die Arduino Plattform oder das Raspberry Pi. Sie sind kleine, kostengünstige und überschaubare Mikroprozessorsysteme, die auch ohne großes Vorwissen mithilfe von Processing angesprochen werden können oder gleich ein komplettes offenes Betriebssystem mitbringen.

Dabei sind sämtliche BauteileSchnittstellen und die Spezifikationen als Open Hardware komplett offengelegt und für Jedermann lizenzkostenfrei einsetzbar.

Open Hardware

Open Hardware ist die Anwendung des Open Source Prinzips über reine Software hinaus.

Darunter fallen offene (lizenzfreie) Baupläne, wie z.B. für Autos ( OSCar), Mobiltelefone ( Openmoko), 3D-Drucker ( MakerBot) oder Elektronik ( Arduino).

Der bekannteste Marktplatz für digitales Design, aus dem reale Gegenstände erschaffen werden können, ist  Thingiverse

Arduino

Die Mikroprozessorplattform  Arduino lässt dabei etwas inzwischen verloren geglaubtes wieder aufleben: Hardware mit den universellen Möglichkeiten, die in Form der ersten Heimcomputer Ende der 70er Jahre die Welt verändert hat und gleichzeitig überschaubar ist.

PCs, Smartphones oder Tablets sind längst technologisch hochintegrierte Geräte, die in ihrem Aufbau nur noch für eine Handvoll von Experten nachvollziehbar sind.

Dies liegt gleichzeitig im Interesse der Industrie, die den Menschen vor allem in der Rolle des passiven Konsumenten sehen möchte. Aktive Erweiterungen oder Veränderungen an den hochkomplexen Geräten sind nicht nur unerwünscht, sondern praktisch unmöglich gemacht.

Arduino dagegen erlebt seinen enormen Erfolg vor allem aufgrund von drei Faktoren:

  • freie Verfügbarkeit zu geringen Kosten
  • universelle Verwendbarkeit durch einen zentralen Mikroprozessor
  • schnelle Erlernbarkeit und einfacher Zugang, auch für Laien

Programmierung

Mit  Processing wurde eine Programmiersprache speziell für GrafikerKünstler und Nicht-Techniker entworfen. Sie soll einen leichten Einstieg in die Welt der Programmierung ermöglichen und erlaubt es, schnelle Ergebnisse in Form von Grafik oder Sound zu erzielen.

Für die Arduino Plattform ist Processing sozusagen der Kit, über den die Hardware gesteuert wird. Es gibt fertige Bibliotheken, die ein Arduino Board sofort einsatzbereit machen.

Gleichzeitig ist Processing aber auch universell erweiterbar. Die Entwicklungsumgebung sowie die Ansteuerung der Boards basieren im Kern auf den Industriestandards C++ und Java.