Startup Inkubator

Open Source Research Group Startup Inkubator

Das studentische Softwareentwicklungsprojekt AMOS der Open Source Research Group von Professor Dirk Riehle bietet Unternehmen die Möglichkeit, innovative Prototypen und Produkte gemeinsam mit engagierten Studenten zu entwickeln. Die Studierenden lernen in dem Startup-Inkubator agile Methoden, insbesondere Scrum, kennen und anwenden. Sie organisieren sich in Teams, die jeweils ein vorgegebenes Projekt abarbeiten. Die Industriepartner sind herzlich eingeladen, die Patenschaft zu selbst eingebrachten Projektthemen zu übernehmen.

Die Teams mit je sechs Studenten bestehen aus zwei Produktmanagern (oft Wirtschaftsinformatiker) und vier Softwareentwicklern (meist Informatiker). Ein AMOS Projekt dauert drei Monate und besteht aus zwei Software-Releases (Mitte und Ende). Die OSR Group rechnet pro Jahr mit 8 oder mehr Teams. Der Blog zum AMOS Projekt vermittelt einige Eindrücke zu den bisherigen Projekten.

Der Projektablauf ist in Iterationen mit der Länge von einer Woche (Scrum Sprints) gegliedert. Es werden mehr als 10 Sprints ausgeführt. Das aktuelle 2013er Projekt läuft seit Mitte April und endet im Juli. Am Ende der drei Monate steht der große Demo-Tag, an dem alle AMOS Teams die jeweils entwickelte Software vorstellen.

Beteiligung der Industrie

Für Unternehmen, die sich hier engagieren, ergeben sich eine Reihe von wertvollen Aspekten:

  • Exploration einer Produkt-/Projektidee durch engagierte Studierendenteams unter Leitung der Professur
  • Open Innovation durch Prototyping von Produkten außerhalb der Unternehmensgrenzen
  • Kennenlernen von Studierenden, die sich für die Anwendungsfelder des Unternehmens interessieren
  • Die Chance, in ein möglicherweise für das Unternehmen relevantes Start-Up zu investieren

Die Studierendenteams arbeiten die von den Ideengebern vorgegebenen Projekte ab. Die Unternehmen können dabei eigene Ideen vorschlagen und einem Studierendenteam zur Bearbeitung geben! Ein gutes Projekt zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • anfänglich wird noch kein tiefes Fach- und Technikwissen benötigt
  • Entwicklung findet auf auf Basis existierender Open-Source-Software statt
  • keine Abhängigkeiten zu existierender proprietärer Software oder Patenten

Die Studierenden entwickeln üblicherweise Software, die auf Open-Source-Software wie Linux oder Android aufsetzt, z.B. Webdienste oder mobile Apps. Der Lehrstuhl stellt die Betreuung auf technischer Ebene sicher und leitet den Prozess an. Die fachliche Betreuung liegt beim Unternehmen. Eine Beteiligung setzt Folgendes voraus:

  • Eine gute Aufgabenstellung/Projektidee (siehe oben)
  • Eine Person, die als Fachexperte zur Verfügung steht
  • Eine Teilnahmegebühr pro Projekt

Zu Beginn des Projekts stellt das Unternehmen die Idee vor. Die OSR Group organisiert die Teambildung. Das Ergebnis des Prozesses ist eine Zuordnung von Studierendenteams zu Projekten. Da die Studierenden ihre Themen selbst wählen, kann es vorkommen, dass sich zu einer gegebenen Projektidee kein ausreichendes Team findet. In diesem Fall wird die Teilnahmegebühr erstattet.

Die Industriepartner sind für den Erfolg eines AMOS Projekts entscheidend. Ohne einen begleitenden Ansprechpartner, der bereit ist, mit den studentischen Produktmanagern zu kommunizieren, funktioniert es nicht. Dieser Ansprechpartner definiert die groben Anforderungen und gibt regelmäßig zum Entwicklungsstand des Projekts (Anforderungen und Umsetzung) Feedback.

Ergebnisse des Projekts

Am Ende eines erfolgreichen AMOS Projekts steht Folgendes:

  • Vielversprechender Nachwuchs, der Projektideen mit Spaß umgesetzt hat
  • Eine Software, welche die Idee zumindest in prototypischer Form realisiert

Die Software wird als Open-Source-Software entwickelt. Das betreuende Unternehmen, wie auch die am Projekt beteiligten Studierenden, erhalten ein nicht-exklusives Copyright an der Software. Die zugesprochenen Rechte erlauben es, die Software proprietär weiterzuentwickeln, mit oder ohne Involvierung der Studierenden.

Der Professur für Open-Source-Software liegt das Entstehen von neuen Start-ups am Herzen. Deswegen wird die Ausgründung erfolgreicher AMOS-Projektteams aktiv unterstützt. Sollte es zu einer Ausgründung kommen, so haben die Gründer die Option, dass sich das betreuende Unternehmen am Gründungskapital beteiligt. Alles Weitere liegt anschliessend in den Händen des Industriepartners und der Gründer.

Kontaktaufnahme

Interessenten können sich bei Prof. Dirk Riehle über die Details zum nächsten Durchgang informieren. Er steht auch für Rückfragen gerne direkt zur Verfügung.

Dirk Riehle

Professur für Open-Source-Software
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
http://osr.cs.fau.de

Blog: Der OSR Startup Inkubator läuft wieder an
Blog: OSR Group sucht Studenten mit unternehmerischer Leidenschaft