People Analytics

Projektbeschreibung People Analytics Leitlinien

Ausgangssituation

Durch die zunehmende Digitalisierung unserer Arbeitswelt wachsen die Möglichkeiten Daten innerhalb des Unternehmens zu erheben, miteinander zu vernetzen und zur Optimierung von Abläufen und Ergebnissen zu verarbeiten. Dadurch erhalten Unternehmen unter anderem die Chance, die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern besser zu verstehen und aktiv zu gestalten. Richtig eingesetzt können sogenannte ‘People Analytics’ einen echten Mehrwert für Unternehmen und Mitarbeiter schaffen. Allerdings dringen Datenanalysen mit People Analytics auch in einen Grenzbereich von individuellen Mitarbeiterdaten vor, der sowohl rechtlich, als auch ethisch hinterfragt werden sollte bevor sie in großem Maßstab eingesetzt werden.

Ziele

  1. Wir entwickeln Leitlinien, die den Umgang mit mitarbeiterbezogenen Daten im Rahmen von Datenanalysen mit People Analytics regeln.
  2. Diese Leitlinien sollen People Analytics in Deutschland in einer Weise möglich machen, die für Unternehmen und Mitarbeitern gleichermaßen positiv ist.
  3. Die Leitlinien bilden die Grundlage für gemeinsame Entscheidungen von Unternehmensvertretern und Mitbestimmung hinsichtlich der Nutzung von People Analytics.

Projektbeteiligte

Damit diese Leitlinien fachlich fundiert sind und gleichzeitig eine breite Akzeptanz seitens Unternehmen und Mitbestimmung finden, werden verschiedene Personengruppen gleichberechtigt an der Entwicklung beteiligt:

  1. Unternehmensvertreter aus Geschäftsleitung, Strategiebereichen, HR und Controlling
  2. Vertreter der Betriebsräte und Gewerkschaften
  3. Experten aus Wissenschaft und Forschung
  4. Juristen und Datenschutzbeauftragte

Projektablauf

OpenBIT e.V. und DGfP e.V. haben gemeinsam mit Experten aus allen am Projekt beteiligten Personengruppen eine erste Version der People Analytics Leitlinien entworfen.

Um einen breiten Konsens zu erhalten, ermöglichen wir es interessierten Projektbeteiligten die People Analytics Leitlinien zu lesen, in Präsenzveranstaltungen zu diskutieren oder alternativ virtuell zu kommentieren. Die Änderungsvorschläge werden von unserem Expertengremium überprüft und wenn möglich eingearbeitet. Da unser vorrangiges Ziel ein Konsens von Unternehmensvertretern und Mitbestimmung ist, legen wir großen Wert darauf die Aussagen und Wünsche beider Gruppen gleichwertig zu behandeln und einen Interessensausgleich sicher zu stellen. Fachexperten, Juristen und Datenschutzbeauftragte stellen die praktische und juristische Realisierbarkeit der Leitlinien sicher.

 

Projektmitwirkung

Was wir von Ihnen erwarten

Wenn Sie sich für eine Mitarbeit an diesem Projekt interessieren können Sie sich für eine der folgenden Rollen entscheiden:

  1. Botschafter

Als Botschafter unterstützen Sie das Projekt People Analytics Leitlinien indem Sie öffentlich über die Initiative berichten und interessante Projektbeteiligte gewinnen.

Beispiel Markus Neubauer: Markus Neubauer nutzt sein Netzwerk und seine Rolle als Referent auf diversen Konferenzen um das Projekt People Analytics Leitlinien bekannt zu machen.

  1. Koordinator

Als Koordinator unterstützen Sie das Projekt People Analytics Leitlinien indem Sie in Ihrer
Organisation mögliche Projektbeteiligte identifizieren und deren Mitarbeit an dem Projekt
koordinieren. Es können durchaus mehrere Mitarbeiter einer Organisation das Projekt
unterstützen.

Beispiel IBM: Hier ist Sven Semet (HR) Projektkoordinator. Er organisierte die Beteiligung der Mitarbeiter aus den Bereichen Legal, Data Specialist und Betriebsrat. Zudem beteiligt er sich selbst als Kommentator und Autor.

  1. Kommentator/Autor

Als Kommentator/Autor arbeiten Sie direkt an den People Analytics Leitlinien. Sie erhalten Zugriff auf das Originaldokument inkl. Kommentier- bzw. Schreibrechten. Wir bitten Sie darum mit dieser Rolle verantwortungsvoll umzugehen.

Beispiel Prof. Dr. Ralf Lanwehr: Ralf Lanwehr ist Experte für People Analytics und befasst sich seit Jahren mit Performanceanalysen in Profifußball und Management. Er hat den Entwurf der People Analytics Leitlinien hinsichtlich der technischen Machbarkeit überprüft und Unstimmigkeiten korrigiert.

Voraussetzungen

  1. Zugehörigkeit zu einer der am Projekt beteiligten Personengruppen
  1. Unternehmensvertreter aus Geschäftsleitung, Strategiebereichen, HR und Controlling
  2. Vertreter der Betriebsräte und Gewerkschaften
  3. Experten aus Wissenschaft und Forschung
  4. Juristen und Datenschutzbeauftragte
  1. Mitgliedschaft in openBIT e.V. und DGfP e.V.

 

Information

Was sind People Analytics?

People Analytics bezeichnen sämtliche Analysen innerhalb eines Unternehmens, die einen Mitarbeiterbezug haben.
Das klassische HR Controlling ist somit ein Teilaspekt von People Analytics. Im Fokus stehen jedoch Projekte, die Unternehmensdaten aus verschiedenen Bereichen kombinieren um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Zum Teil werden Big Data Analysen eingesetzt.

Beispiele

  • Die Personalstruktur eines Unternehmens wird mit ihren strategischen Zielen abgeglichen um nötige Veränderungen frühzeitig anzugehen.
  • Die Menge der Kommunikation zwischen verschiedenen Unternehmenseinheiten oder Hierarchieebenen wird gemessen um sicher zu stellen, dass ein ausreichender Austausch stattfindet.
  • Persönlichkeitsmerkmale und Verhalten von Mitarbeitern werden mit Kundenzufriedenheit abgeglichen um die Erkenntnisse in Trainings zu vermitteln.

 

 

Über openBIT e.V.

Der openBit e.V. ist ein Verein, der seit 2006 als Gemeinschaft von innovativen Vordenkern in vielen Industrien wegweisende Impulse setzt. Das zentrale Anliegen des Vereins, der seine Wurzeln in der Open Source Bewegung hat, ist es Offenheit, Transparenz, Diversität und Zusammenarbeit auf Augenhöhe in allen Bereichen der Wirtschaft zu fördern. In ihm haben sich Unternehmen organisiert, die sich weltweit für die Themen Open Business, Open Innovation und Open Technology engagieren.

Über DGfP e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. ist die größte Fachorganisation für Personalmanagement und Personalführung in Deutschland. Sie nahm ihre Tätigkeit Anfang 1952 auf und ist seither als richtungsweisende Mitgestalterin betrieblicher Personalpolitik und Führungsarbeit in Deutschland aktiv. Mit mehr als 2.500 Mitgliedsunternehmen und Mitgliedern, die insgesamt über 40.000 Personalverantwortliche repräsentieren, fördert die DGFP unternehmensübergreifenden, strukturierten Erfahrungsaustausch und ein einzigartiges Kompetenznetzwerk zwischen Personalverantwortlichen.