Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde. Bei vielen herrscht hier derzeit Verunsicherung, wie sich das auf den Arbeitsmarkt und den eigenen Job auswirken wird. Auch die Tatsache, dass die Generation Y+Z sich oftmals nicht mehr mit unserer althergebrachten Arbeitsformen und reiner Leistungsorientierung identifizieren kann und will, sondern vielmehr die Frage nach dem “Was will ich wirklich?” in den Vordergrund stellt, sorgt auch bei Unternehmen für Verunsicherung.

In Nürnberg drehte sich die Perspektive am vergangenen Mittwoch:
Unter dem Motto “Alles bleibt anders” beschäftigten sich deutlich über 100 Teilnehmer mit der Thematik “Arbeiten 4.0“. Interaktive Vorträge standen ebenso auf dem Programm wie praktisches Lernen, mit und von neuen Methodiken.

Die Konferenz fand auf Einladung des openBIT – open Business Innovation Technology e.V. in den Design Offices Nürnberg statt. In diesem Umfeld, das häufig mit Digitalisierung zu tun hat, setzen wir durch Fragen, Überlegen und Tun Impulse, um den Wandel menschenfreundlich mit zu gestalten.

Zahlreiche Referenten und Speaker haben im Rahmen der Vorträge, interaktiven Workshops und Pitches den Austausch zum Thema Neue Arbeit vorangetrieben. Zukunftsforscher Klaus Burmeister gab einen Ausblick hinsichtlich der grundlegenden Umbrüchen und Übergängen in Arbeit, Produktion und Leben infolge der digitalen Transformation und von Veränderungsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft. Seine Präsentation finden Sie hier

http://transfer.foresightlab.de?id=700618afd92873a74879e24937d2f0b4

Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit Nürnberg, referierte gemeinsam mit Birgit Eiber, Zentrale der Bundesagentur für Arbeit, zu den Auswirkungen des digitalen Wandels aus unterschiedlichen Perspektiven.

Aus dem wissenschaftlichen Blickwinkel betrachtet, werden zunehmend mehr Berufe durch technische Alternativen ersetzbar. Um Passungs- Anpassungs- und Ausgleichsproblemen auf dem Arbeitsmarkt entgegenzuwirken, müssen Arbeitgeberverbände, Wirtschaft und Politik gemeinsam arbeitnehmergerechte Maßnahmen entwickeln. Der Ausbau der Digitalisierung in der Weiterbildung, effizientes Talentmanagement und Vernetzung mit Unternehmen und deren Branchenverbänden sind anstehende Herausforderungen, die die Bundesagentur für Arbeit angehen wird.

Unser Mitglied Markus Väth beleuchtete im Rahmen seines interaktiven Vortrags persönliche Aspekte des Arbeiten 4.0. Der Buchautor und Experte für Neue Arbeitswelten definiert New Work als einen fortschreitenden Prozess, der alle Arbeits- und Lebensbereiche eines Menschen umfasst. New Work kann somit einerseits sehr viele Gestaltungsspielräume bieten, auf der anderen Seite müsse der Arbeitnehmer Kernkompetenzen wie selbstorganisiertes Lernen und Flexibilität ausbauen. Somit will New Work Menschen zu einer Arbeit verhelfen, die sie „wirklich, wirklich wollen“, so Markus Väth.

Als Initiator und Veranstalter bedanken wir uns für die tollen Teilnehmer, Referenten, Moderatoren und Sponsoren für den gelungenen Tag, aus dem wir positiv angeregt in die weitere Arbeit übergehen!